Dass es überhaupt üblich ist, sich zum Valentinstag etwas zu schenken, geht auf eine lange Tradition zurück, die im 15. Jahrhundert entstanden ist. Allerdings wurde damals ausgelost, wer wem ein Präsent zum „Tag der Liebenden“ zukommen lassen sollte. Auswanderer trugen diese Tradition in alle Welt und sogar über „den großen Teich“ bis nach Nordamerika. Zu den klassischen Präsenten zum 14. Februar zählen Blumen und Süßigkeiten. Diese Tendenz wird aber auch von einer aggressiven Werbung des Handels verstärkt, die meist schon kurz nach Jahresbeginn einsetzt, und von besonderen Produkten oder eigens dafür entwickelten Verpackungen der Hersteller noch zusätzlich forciert wird. Doch zunehmend geht der Trend auch zum Schmuck Verschenken. Auch dort ist die Ursache darin zu suchen, dass sich die Schmuckdesigner dafür spezielle Designs ausgedacht haben. Sie umfassen Ohrstecker oder Anhänger für Bettelarmbänder in Herzchenform. Noch beliebter sind freilich die geteilten Medaillons, von denen jeder eine Hälfte mit einer gezackten „Bruchkante“ trägt.
Sie werden von den Liebenden als Schmuckstücke mit einem tiefen symbolischen Charakter geschätzt, der das Gefühl der Zusammengehörigkeit zur Schau stellen kann. Andere Länder, andere Sitten – so sagt der Volksmund. In Italien nutzen die Verliebten den 14. Februar nicht dazu, sich etwas zu schenken, sondern es werden gemeinsame Handlungen mit Symbolcharakter durchgeführt. In Finnland hat man eine interessante Abwandlung vorgenommen, die sich zunehmend auch in Deutschland durchsetzt. Hier gilt der Valentinstag als ein Datum, an dem man seine Zuneigung durch das Versenden anonymer Grüße zum Ausdruck bringen kann. Das können Karten und Blumen, aber auch kleine Präsente sein. Der Reiz liegt hier darin, dass der Bedachte erst selbst herausfinden muss, bei wem anschließend ein kleines Dankeschön fällig ist.